ABSH-Reisen

Pilotenreisen

Von Alice Springs in Australien nach
Papua-Neuguinea (PNG)

"Papua Neuguinea ist ein Land voller Gegensätze, wilder landschaftlicher Schönheit und kultureller Einzigartigkeit. Viele der erst im 20. Jahrhundert „entdeckten“ Stämme leben noch auf einer Kulturstufe, die der Steinzeit naher kommt. Mehr als 700 verschiedene Sprachen werden landesweit gesprochen. Das Kunsthandwerk – vor allem Schnitzereien und Korbflechtarbeiten – hat sich auch außerhalb der Region einen guten Namen gemacht. Hochgebirge (über 4.500 m), fruchtbare Täler und dichte Regenwälder sind Heimat einer faszinierenden Flora und Fauna. Kein Land der Erde beherbergt mehr Orchideenarten oder eine größere Vielzahl der schillernd bunten Paradiesvögel wie Papua Neuguinea.“
Fremdenverkehrsamt von Papua Neuguinea

"Hier geschieht nichts für Touristen, … sie erleben Kultur, wie sie praktiziert wird. Jeder Stamm, jedes Dorf, jede Provinz hat ihre besonderen Highlights."

Anne-Kathrein Teubner in: „touristik aktuell“ 30-31/ 2007, S. 35

"Seit Jahrzehnten bemühen sich Wissenschaftler und Schriftsteller eines der letzten großen Rätsel dieser Erde zu lösen. Das Rätsel heißt Papua Neuguinea und ist ein Puzzle der tausend Wunder. Wunder aber lassen sich selten erklären. ...Papua Neuguinea ist eine Herausforderung geblieben."

Gunter Hartung: "Papua Neuguinea", Port Moresby 1989

“Australien (Alice Springs) – Papua-Neuguinea“

vom ???

 

Tag

Dat.

2011

Vorschläge für Ihr persönliches Programm (das Fliegen in den Charterflugzeugen und alle touristischen Unternehmungen sind Privatangelegenheit. Ich vermittle nur die Hotels. )

NM

ca.

 

Sept

Streckenkalkulation ab Alice Springs

 

So

11

Ankunft in Alice YBAS, Hotel All Seasons Oasis – Erste Checkflüge.

 

Mo

12

Fortsetzung der Checkflüge

 

Di

13

Checkflüge. - Aus-„Flug“ zum Ayers Rock YAYE / Kings Canyon (260) u. zurück.

(360)

Mi

14

Erhalt der Validation. Flug nach Mount Isa („größte“ Stadt der Welt) YBMA, All Seasons Verona Hotel

363

Do

15

Besuch einer Mine? Flug nach Cooktown YCKN am Great Barrier Riff. (Tankstopp Georgetown ? YGTN , 270 NM), Sovereign Resort Hotel

451

Fr

16

Flug nach Horn Island YHID , Hotel Torres Strait Resort

337

Sa

17

Flug über Daru AYDU (107 NM, Zoll) nach Tari AYTA, S 5° 51.00 E142° 47.15, length 1.584 m, Elev. 5.250 ft zur Ambua Lodge (2.150 m, fast unerforschtes Hochland). „Spektakulärer Blick auf die dunstumschleierten Berge“. Land der Huli, die noch in alten Traditionen leben. Nachmittags: Geführte Wanderung durch den Dschungel.

300

So

18

Wanderung durch den Bergregenwald (Paradiesvögel, Schmetterlinge). Besuch eines Huli Wigmen Dorfes (Körper- und Gesichtsbemalungen, Federschmuck, unberührt von fremden Kultureinflüssen). Overnights: Ambua Lodge (BLD)

 

Mo

19

Flug zum Sepik River AYKR? Elev. 90 ft, length 850 m, S 4° 36.00 E 143° 31.00) . Bootsfahrt zur Karawari Lodge („im Stil der regionalen Geisterhäuser“), „traumhafter Blick über die Weiten des tropischen Dschungels“. Nachmittags Ausflug zum Kudiman Village „for Sago Making Demonstrations“.

97

Di

20

Ausflug in motorlosen Booten in die umgebenden Lagunen. Reiche Vogelwelt. Besuch von Dörfern mit ihrem speziellen kulturellen Leben.

 

Mi

21

Flug über die weiten Sumpfgebiete des Sepik, vorbei am aktiven Vulkan Manam Island und entlang der Küste nach Madang. AYMD, S 5° 12.33 E 145° 47.15, Elev. 11 ft, length 1.659 m . Geführte Tour durch Madang und Umgebung. Autofahrt von Madang durch tropischen Regenwald und am schwarzen Palmenstrand entlang zur Malolo Plantation Lodge (ca. 45 Min.).

140

Do

22

Erholung am tropischen Strand: Tauchen, Schnorcheln, Fischen und/oder Tagestour zu Eingeborenendörfern. Einblicke ins einfache alltägliche Dorfleben.

 

Fr

23

Flug über das „Bismarck“-Gebirge vorbei am Mount Wilhelm (4.509 m) nach Mount Hagen AYMH, S 5° 50.00 E 144° 18.00, Elev. 5.350 ft, length 1885 m , Rondon Ridge Lodge (7.100 ft., Tumbuma Sing Sing). Wanderung durch den Dschungel und Besuch des Stammes der Mudmen.

97

Sa

24

Besuch des Stammes der Melpa in der Nähe von Mount Hagen.

 

So

25

Flug über Daru AYDU (196 NM) , S 9° 05.16 E 143° 11.42, length 1.400 m, Elev. 20 ft nach Horn Island YHID , Hotel Torres Strait Resort

310

Mo

26

Flug nach Cairns YBCS, Mercure Harbourside

416

Di

27

Bootstour von Cairns ins Barrier Riff: Schnorcheln, Tauchen im Riff oder Auto- / Seilbahnfahrt (7 km, längste der Welt) in den tropischen Regenwald.

 

Mi

28

Flug nach Cloncurry YCCY, Gründungsort der Flying Doctors. Hotel Gidgee Inn

353

Do

29

Flug nach Alice Springs , Hotel All Seasons Oasis

412

Fr

30

Abflug in Alice Springs

 

Sa

1

Stop over an einem Zwischenziel Ihrer Wahl

 

So

2

Ankunft in Deutschland

 

 

 

Insgesamt (ohne Ayers Rock) NM ca.

3.276

 

 

Vom 22. 9. - 16. 10. 2009 hatten wir ein einmaliges fliegerisches und kulturelles Erlebnis: Australien und PNG - ein Kontrastprogramm!

Unglaublich - Spitzenklasse - Immer eine Reise wert!!!

Lesen Sie auch den Bericht von Dr. Karl-Heinz Emmerich im "Fliegermagazin" Heft 5, 2010 !

Weitere Berichte von 2 teilnehmenden Pilotinnen:

http://www.ninety-nines.de/data99/mitgliederbeitraege/2009/australia09.html

http://pilotinnen.net/index.php?option=com_docman&task=cat_view&gid=18&Itemid=42

 

Mit je einer C 172, C 172 RG, C 210 und PA 32 Saratoga starteten die 11 Teilnehmer nach kurzen und allseits erfrolgreichen Checkflügen in Alice Springs. Ohne Wetterprobleme erreichten wir über Mt. Isa und Cooktown Horn Island an der Nordspitze Australiens. Hier musste die C 210 leider 8 Tage stehen bleiben, da sie keine Versicherung für PNG bekommen hatte. So flogen 3 Teilnehmer mit Bob Bates in einer Beech Baron weiter.

Bob Bates erwies sich als ein wahrer Glücksfall. Er ist nicht nur der Besitzer von mehreren Lodgen in PNG, sondern auch ein hervorragender Pilot, der die Wettertücken zu allen Tageszeiten und in allen Winkeln des Landes kennt. Er legte an allen Flugtagen den Startzeitpunkt fest, versorgte uns mit Flugunterlagen und Frequenzen und blieb mit seiner Beech so lange in der Luft, bis der letzte von uns gelandet war, um in einer besonderen (Wetter-) Situation hilfreiche Hinweise geben zu können. Damit war das fliegerische Abenteuer PNG kalkulierbar geworden. Es blieben jedoch genug fliegerische Herausforderungen: Landungen auf schmalen Urwaldpisten; stundenlange Flüge über undurchdring-liche Urwälder und steile Gebirgsschluchten ohne Aussicht auf einen eventuellen Notlandeplatz; Starts auf Pisten mit einer Dichtehöhe über 8.000 ft; Steigflüge um Berge (über 4.300 m), Nebel- und Wolkenbänke; Flüge on top und Steilabstiege durch kleine Wolkenlöcher ohne genau zu wissen, ob man aus den Tälern auch wieder herauskommen würde (genaue geographische Karten waren Fehlanzeige).

Beeindruckend war auch das kulturelle und touristische Programm. Wenn wir landeten, standen klimatisierte Transporter bereit, auf dem Weg zur Lodge besuchten wir schon Märkte und Museen, ein einheimischer Führer gab wertvolle Kommentare. Die Lodgen selbst hatten nicht nur eine einmalig exponierte Lage, sondern bestachen auch durch eine angepasste Bauweise und ihre exquisite landestypische Inneneinrichtung, wobei aus Holz geschnitzte Masken den Betrachter in magisch mythische Stimmungen versetzten. Teilweise lagen die Lodgen völlig abgeschieden, ohne Straßenverbindung nach außen, nur über einen Fluss oder aus der Luft erreichbar.

Bei solcher Abgeschiedenheit konnte es nicht verwundern, dass der Entwicklungsstand in den Flussdörfern mit den Stelzenhäusern noch sehr archaisch ist. Man lebt völlig im Einklang mit der Natur und scheint bei einem stark ausgeprägten Gemeinschaftsgefühl glücklich zu sein. Die Häuser werden aus den Materialien hergestellt, die der Busch liefert: keine Steine, kein Metall (Nägel), kein Kunststoff..., Kleidung bei den gleichbleibenden hohen Temperaturen fast überflüssig, lediglich Bananenblätter als Abdeckung der Scham, Frauen auch oben ohne, Fußballspiele der Jungen nackt gegen angezogen. Keine Unterernährung, aber weitgehend nur pflanzliche Speisen ("Pfannkuchen" aus dem Stamm der Sagoplame). Ein Leben ohne Auto, Radio, Fernsehen, Telefon, Internet. Ich verzichte auf weitere Beispiele und hoffe, dass die Bilderserie unten ergänzende Illustrationen bietet (einen Film könnte es später geben). Interessant vielleicht noch: Ein Mann kann mehrere Frauen haben, die er nicht nach Schönheit, sondern nach der Arbeitskraft auswählt, denn die Schwerarbeit auf dem Feld verrichtet die Frau. Als Hochzeitsgeschenk muss der Mann allerdings je Frau 30 Schweine zahlen können.

Wer besondere fliegerische Erlebnisse mag und auch noch bereit ist, in eine ganz andere Kultur einzutauchen (ohne dabei auf Komfort verzichten zu müssen), der sollte sich für die nächste Pilotenreise nach Papua Neuguinea vormerken lassen. Die lange Anreise im Linienflug ist schnell vergessen, und sie kann darüber hinaus zu interessanten "Stop Overs" oder zu einer Reise "Around the World" genutzt werden.

Hier einige Bilder von der Tour:

Der Sprung übers Wasser von Australien nach Mt. Hagen in das Hochland von Papua Neuguinea ist geschafft. Alle sind froh, auf diesem Flugplatz gelandet zu sein.

Nach der Landung besuchten wir den Markt in Mt. Hagen und wurden von allen Marktverkäufern auffallend freundlich begrüßt.

Tagesraum der Rondon Ridge Lodge bei Mt. Hagen. Größe und Ausstattung des Tagesraums war durch die vielen Schnitzerein sehr beeindruckend.

Beispiel einer Holzfigur

Bei der Begrüßung in der Malolo Plantation Lodge nahe Madang erhielt jeder eine Orchideenkette und gegen den Durst eine Kokusnuss. Das "einfache Leben in seiner gehobenen Form" konnte beginnen.

Wenn wir Dörfer besuchten, waren es immer die Kinder, die uns zuerst freundlich begrüßten.

 

Die erste Gruppe, die uns ein "Sing Sing" vortanzte, wollte sich unbedingt mit uns fotografieren lassen (Foto: Egolf Betz).

Die Karawari Lodge ist dem Stil der regionalen Geisterhäuser im Äußeren und Inneren angepasst.

Gemütliche Ecke in der Karawari Lodge. Auch der Tisch ist ein Kunstwerk der einheimischen Schnitzkunst.

Stelzenhäuser an den Flüssen schützen auch vor Hochwasser. Zu ebener Erde leben die Tiere und spielen die Kinder (ohne im darüber befindlichen "Wohnzimmer" Unordnung zu schaffen).

Das gesamte Baumaterial für ein Haus stammt aus dem Busch. Nach ca. 10 Jahren ist allerdings eine Grunderneuerung erforderlich.

 

Auch die Fußgängerbrücken sind im Regenwald von Papua Neuguinea nur aus den Materialen des Busches konstruiert. Nicht ganz geheuer war es uns, über diese Brücken zu gehen (Foto: Egolf Betz).

Der Stamm einer Sagopalme wird aufgehebelt und liefert dann eine Art "Mehl", mit dem man "Pfannekuchen" ohne Fett in einem Tontopf herstellt.

Boote werden aus ausgehöhlten Baumstämmen hergestellt. Nur wer reich ist (ganz wenige), kann schon einen kleinen Außenborder kaufen.

Das Fischefangen ist Aufgabe der Kinder und Frauen, die wir hier durch unser Motorboot stören. Erstaunlich, wie sie die kippligen Einbäume im Stehen ausbalancieren.

Innere eines Hauses, das nur von einheimischen Männern betreten werden darf. Eine Frau, die es auch einmal versucht haben soll, musste vom Ehemann getötet werden.

Wenn wir kamen, strömte fast das ganze Dorf zusammen. In der Kleidung hat hier die Zivilisation schon Einzug gehalten.

Abschied von der Karawari Lodge. Zum Flugplatz geht es nur über den Fluss. Eine Straße ist nicht vorhanden.

Auch die Ambua Lodge bei Tari übernimmt im äußeren Stil die Bauweise der einheimischen Rundhäuser.

Frauen wohnen mit den Kindern gelegentlich getrennt von den Männern. Der weiße Anstrich bedeutet Trauer um ein verstorbenes Dorfmitglied. Scheu vor der Filmkamera (rechts oben) kennt man nicht.

Garten- und Feldarbeit ist ebenfalls Aufgabe der Frauen. Es beeindruckte, mit welcher Kraft diese junge Frau den Spaten einsetzte. Ein Schwein hilft bei der Lockerung des Bodens.

Diese Frauengruppe demonstrierte uns, welche Gebrauchsgegenstände aus den Materialien des Busches hergestellt werden können.

Bequem aber interessiert verfolgen wir die Demonstration der einzelnen Arbeiten.

Alle Frauen sind interessiert, aus einem Buch etwas zu lernen.

Diese Männer haben die Aufgabe, sich 18 Monate lang die Haare wachsen zu lassen, um sie dann zur Herstellung einer Perücke abschneiden zu lassen. In den letzten Monaten muss der Kopf beim Schlafen auf einem Holzbalken ruhen, um die Form der Haare nicht zu beschädigen.

Ein Huli bei der Vorbereitung für ein "Sing Sing".

Die Gruppe der Hulis: Jeder Kopfschmuck ist anders und "erzählt" eine besondere Geschichte.

"Bob" (ganz rechts) ist der Besitzer aller besuchten Lodgen in Papua, er hat uns fliegerisch umfassend beraten und mit seiner Beech Baron auf allen Legs begleitet.

Zu einigen Plätzen in Papua mussten Fässer mit Flugbenzin vor unserer Ankunft hingefolgen werden. Tankstellen für Flugbenzin haben wir in Papua nicht gesehen.

Infos, Anmeldung unter:

Pilot-Tours - PILOTEN-Reisen
Werner Stadtkowitz
Gehrberg 79, 45138 Essen
Tel. 0201 26 27 29 Fax 0201 25 32 34

Finanzamt Essen-Süd, St.-Nr.: 112/5407/0221 - Umsatzsteuer ID-Nr.: DE 119 780 178

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